Menu Suche
 

Sicher in den Sommerurlaub

Darauf kommts bei Sommerreifen an

19. Juni 2019  –  Die Hitzewelle in ungebrochen. Doch der Urlaub naht. Laut Statista* ist das Pkw das beliebteste Reisemittel, um in den Urlaub zu fahren. Tipps, wie Sie damit sicher ans Urlaubsziel kommen, geben der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und seine Initiative Reifenqualität – „Ich fahr´ auf Nummer sicher!.

Sommerreifen im Sommer

Grundsätzlich sollten bei sommerlichen Wetterverhältnissen Sommerreifen aufgezogen sein. Sie bestehen aus einer härteren Gummimischung als Winterreifen und sind deshalb bei hohen Temperaturen beständiger: Asphalt kann sich im Sommer auf über 50 °C erhitzen. Dank solider Profile bleiben Sommerreifen auch bei heißen Temperaturen fahrstabil und die Profilrillen sorgen für eine schnelle Ableitung von Wasser. Große Profilblöcke sorgen für eine gute Übertragung der Brems- und Kurvenkräfte. Optimal gestaltete Rillen bieten einen wirksamen Aquaplaningschutz.

Nachteil von Winterreifen im Sommer

Wer Winterreifen im Sommer fährt, muss mit längeren Bremswegen rechnen und einer abnehmenden Fahrstabilität. Winterreifen haben eine weiche Gummimischung, die bei hohen Temperaturen an ihre Belastungsgrenzen kommt. Daher sind Sommerreifen im Sommer die richtige Wahl.

Der Reifencheck vor langen Autofahrten

Reifen sollten bei jedem zweiten Tankstopp kontrolliert werden. Auch vor längeren Autofahrten fährt man mit folgenden Tipps auf Nummer sicher:

1. Reifendruck kontrollieren und der Beladung anpassen:

  • Sehen Sie im Tankdeckel, im Türholm oder in der Betriebsanleitung nach, welchen Druck Ihre Reifen brauchen.
  • Prüfen Sie den Reifendruck am höchstens handwarmen Reifen. Der Reifendruck muss dabei der Beladung angepasst sein.
  • Ist der Reifendruck zu niedrig, hat die Mitte der Lauffläche wenig Bodenkontakt und der Reifen wird bei den Umdrehungen stark verformt. Dadurch erhitzt der Reifen und verschleißt sehr schnell. Hinzu kommt, dass die Flanken stark beansprucht werden. Die Folgen können die Ablösung der Lauffläche oder ein platzender Reifen sein. Ist der Reifendruck zu hoch, berührt hauptsächlich die Mitte der Lauffläche die Fahrbahn. Das Rad hüpft schneller und verliert den Bodenkontakt. Die Kurvenstabilität nimmt ab und der Bremsweg verlängert sich durch die geringere Haftung

2. Profiltiefe checken:

  • Prüfen Sie die Profiltiefe mit einem Profiltiefenmesser oder einer 1-Euro-Münze. Der goldfarbene Rand der Münze ist 3 mm breit. Verschwindet er im Reifenprofil, ist noch genug Profil vorhanden.
  • Experten raten mindestens 3 mm Profiltiefe bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen. Je mehr Profil auf Reifen vorhanden ist, desto besser ist der Grip auf der Straße. Das Auto kommt weniger schnell ins Schleudern und die Gefahr von Aquaplaning wird vermindert.

 

3. Alter der Reifen im Auge haben:

  • Das Alter Ihrer Reifen ist erkennbar an der DOT-Nummer. Diese  steht auf jedem Reifen und gibt die Herstellungswoche und das -jahr an. Beispiel [2318]: Produktion in der Kalenderwoche 23 im Jahr 2018.
  • Je älter ein Reifen ist, desto spröder wird das Gummi. Der Reifen wird anfälliger für Quetschungen, z. B. an Bordsteinen oder an scharfen Gegenständen. Reifen, die älter als 6 Jahre sind, sollten monatlich auf Schäden überprüft werden. Der DVR empfiehlt, einen Autoreifen spätestens nach 10 Jahren zu erneuern.

 

4. Reifen auf sichtbare Schäden prüfen:

  • Sollten die Reifen Risse aufweisen, Beulen oder eingefahrene Fremdkörper, ziehen Sie einen Reifenexperten zurate. Er kann einschätzen, ob der Reifen gewechselt werden muss.
  • Schnell durch Schlaglöcher fahren, den Bordstein streifen oder Scherben überfahren beschädigen die Reifen. Ohne es zu bemerken, können Reifen Risse und Beulen davon tragen. Die mögliche Folge: Unwuchten oder Reifenplatzer.

5. Ersatzrad nicht vergessen:

  • Ist ein Ersatzrad vorhanden, sollte auch das gecheckt werden. Bei Fahrzeugen ohne Ersatzrad sollte das Reifenpannenset in einem guten Zustand sein.
  • Wenn die Reifen den Check bestehen, steht einer sicheren Urlaubsfahrt nichts mehr im Wege.

 

*Quelle: Statista, Verkehrsmittel für geplante Urlaubsreisen der Deutschen in den Jahren 2017 bis 2019 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28169/umfrage/verkehrsmittel-fuer-geplante-urlaubsreisen/