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Unfallverhütungsbericht: DVR-Präsident Dr. Eichendorf nimmt Stellung

17. Oktober 2018 - Anlässlich der heutigen Vorstellung des Unfallverhütungsberichts Straßenverkehr für 2016 und 2017 durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nimmt der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR), Dr. Walter Eichendorf, Stellung:

„Der Bundesregierung ist es in der Zusammenarbeit mit den Ländern und den maßgeblichen Stakeholdern der Verkehrssicherheitsarbeit in den vergangenen Jahren leider noch nicht gelungen, die Zahl der Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr erneut deutlich zu senken. In 2017 hatten wir so wenige Verkehrstote wie noch nie – das ist sehr gut! Allerdings verharrt das Niveau seit mehreren Jahren weitgehend auf einem Plateau. Um sich 3180 Verkehrstote vorzustellen: Das wäre so, als würde jeden Monat eine vollbesetzte Boeing 737 über Deutschland abstürzen und alle Insassen sterben! Der öffentliche Aufschrei ist kaum vorstellbar. Haben wir uns an Tote im Straßenverkehr gewöhnt?" 

Angesichts der im Koalitionsvertrag verankerten Vision Zero appelliert der DVR, mehr Mittel in Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu investieren und die Entwicklung eines neuen Verkehrssicherheitsprogramms, das Bund, Länder und Kommunen einbezieht, voranzutreiben.

Der Unfallverhütungsbericht wird auf Wunsch des Deutschen Bundestages alle zwei Jahre von der Bundesregierung veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über die Maßnahmen, die von der Regierung ergriffen wurden, um die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden auf deutschen Straßen zu verbessern.