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Dr. Walter Eichendorf als Präsident des DVR bestätigt

Berlin, 7. Dezember 2018  – Dr. Walter Eichendorf steht erneut an der Spitze des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Unter Anwesenheit des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Andreas Scheuer, wurde er auf der heutigen Mitgliederversammlung einstimmig für die vierjährige Amtsperiode bis Dezember 2022 wiedergewählt. Neben dem Präsidium wurden auch ein 25-köpfiger Vorstand gewählt und das Arbeitsprogramm für 2019 verabschiedet.

Bundesminister betont Digitalisierung der Mobilität

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte, die Verkehrssicherheitsarbeit müsse sich in Zukunft mehr mit modernem Mobilitätsmanagement beschäftigen. Foto: DVR
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte, die Verkehrssicherheitsarbeit müsse sich in Zukunft mehr mit modernem Mobilitätsmanagement beschäftigen. Foto: DVR

Mobilität und Digitalisierung gehörten zusammen, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in seinem Grußwort. Für die Verkehrssicherheit bedeute das, sich stärker als bisher mit modernem Mobilitätsmanagement zu beschäftigen. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln werde immer mehr Alltag: Öffentlicher Nahverkehr, Kleinstfahrzeuge, City-Bikes und Carsharing würden immer häufiger im Wechsel genutzt, um nahtlos von A nach B zu kommen. Es sei eine große Herausforderung an die Infrastruktur, dies sicher zu ermöglichen. Das Bundesministerium selbst engagiere sich ebenfalls stark im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens. Scheuer kündigte zudem ein Förderprogramm für den freiwilligen Einbau von Abbiegeassistenten in Höhe von fünf Millionen Euro ab dem 21. Januar 2019 an. Gleichzeitig setze er sich auch in Europa für den verpflichtenden Einbau von Abbiegeassistenten ein. Dabei kritisierte er den Zeitplan der Europäischen Union für diese Maßnahme.

Gleichberechtigte Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

In seiner Rede stellte Dr. Eichendorf klar: „Wer die Vision Zero möchte, muss damit aufhören, Verkehrsteilnehmer in erste und zweite Klasse einzuteilen.“ Der Straßenverkehr müsse für alle gleichermaßen sicher sein, für Radfahrer wie für Fußgänger, Motorradfahrer, Lkw und Pkw. An den Bundesminister richtete er den Appell, die Straßenverkehrsordnung im Sinne einer echten Förderung des Radverkehrs zu überarbeiten.

Als weitere Schwerpunkte seiner Arbeit in den kommenden vier Jahren nannte er die zeitnahe Einführung des Advanced Emergency Braking System (AEBS) mit Erkennung vorausfahrender und stehender Fahrzeuge, zu Fuß Gehender und Rad Fahrender, aber auch die Präventionsarbeit. „Menschliches Verhalten ist die Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr. Deshalb müssen alle, jung und alt, Biker, Radfahrerin, Fußgänger und Pkw-Fahrerin wissen, wo Gefahren lauern und in der Lage sein, sie zu vermeiden.“ Das zu erreichen gelänge nur durch umfassende Aufklärungsarbeit.

Gesamtes Präsidium im Amt bestätigt

Unterstützung bei seiner Arbeit erhält Eichendorf von Bundesminister a.D. Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands der DEKRA SE und Manfred Wirsch, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), die als Vizepräsidenten ebenfalls im Amt bestätigt wurden.

Wahl eines neuen Vorstands

Die 25 Vertreterinnen und Vertreter des Vorstands des DVR stammen aus dem Mitgliedskreis des Verbands. Zwei benannte Mitglieder der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und jeweils ein Vertreter der Innenministerkonferenz (IMK) sowie der Verkehrsministerkonferenz (VMK) gehören dem Vorstand ebenfalls an. „Ständige Gäste“ sind der Leiter der Abteilung Straßenverkehr im des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Guido Zielke sowie Professor Stefan Strick,Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Vorsitzenden der DVR-Vorstandsausschüsse sind beratende Mitglieder des Vorstands.

Mehr Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands