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Rundschau

 

Herbert Warnke gestorben
 

Der frühere DVR-Hauptgeschäftsführer Herbert Warnke ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Von 1975 bis 1994 leitete Warnke die Geschicke des DVR.

DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf würdigt die Verdienste Warnkes: „Wir verneigen uns mit großem Respekt vor dem Lebenswerk eines Mannes, der sich leidenschaftlich für die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf unseren Straßen eingesetzt hat. Mit seiner Fachkompetenz und klaren Haltung hatte er als Hauptgeschäftsführer großen Einfluss auf die Arbeit des DVR.“

In den 1980er Jahren war Warnke maßgeblich daran beteiligt, die Zielgruppenprogramme für Kinder und ältere Menschen im Straßenverkehr im Zusammenwirken mit dem Bundesverkehrsministerium zu etablieren.

Parallel vertiefte er in dieser Zeit die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den gewerblichen Berufsgenossenschaften, die bis heute besteht. Die Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ist nach wie vor ein wichtiger Anker der Präventionsarbeit des DVR.

Warnke habe sich wahrlich um den DVR verdient gemacht: „Seine Leistungen rund um die deutsche Wiedervereinigung mit Gründung der Berliner DVR-Geschäftsstelle 1991 sowie seine Mitwirkung an der Gründung des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) 1993 bleiben in besonderer Erinnerung. Die Ausrichtung der Verkehrssicherheitsarbeit auf die europäische Ebene war ihm ein großes Anliegen. Herr Warnke pflegte ein klares Wort und repräsentierte den DVR geradlinig und streitbar.“

Der DVR wird seinem ehemaligen Hauptgeschäftsführer für seine hohen Verdienste in der Verkehrssicherheitsarbeit ein ehrendes Andenken bewahren.

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„Verkehrssicherheit ist eine europäische Aufgabe“

Parlamentarischer Abend von DVW und DVR

Welche konkreten Maßnahmen braucht es, um die Verkehrssicherheit europaweit zu erhöhen? Über 200 Gäste waren der Einladung der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und des DVR in die Österreichische Botschaft in Berlin gefolgt, um darüber zu diskutieren.

Dem Motto des Abends „Verkehrssicherheit ist eine europäische Aufgabe“ entsprechend, rückte DVW-Präsident Professor Kurt Bodewig bei seiner Ansprache das Ziel von Valletta – die Zahl der Schwerstverletzen von 2020 bis 2030 in Europa zu halbieren – in den Mittelpunkt des Abends.

Wiebke Pankauke, stellvertretende Referatsleiterin Straßenverkehrssicherheit der Generaldirektion Verkehr der Europäischen Kommission, präsentierte den Stand der Entwicklungen eines Verkehrssicherheitsprogramms, um dieses Ziel zu erreichen. In den kommenden Jahren wolle man dazu noch stärker alle Ebenen einbeziehen. Zudem möchte die EU-Kommission einzelne Indikatoren definieren, um damit Erfolge der Verkehrssicherheitsarbeit messbar und zwischen den Nationalstaaten vergleichbar machen zu können.

Verkehrssicherheit in Dänemark
Wie Verkehrssicherheit in unserem Nachbarland Dänemark funktioniert, erläuterte Klaus Bondam, Vorstand des Danish Road Safety Council im Gespräch mit Moderator Marco Seiffert (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Verkehrssicherheitsarbeit sei eine gemeinsame Aufgabe. Der Schlüssel zum Erfolg in Kopenhagen sei ein runder Tisch gewesen, an dem sich Vertreter aller Verkehrsteilnehmenden gemeinsam auf Ziele geeinigt und diese dann umgesetzt hätten.

Rolle der EU
Anschließend diskutierten die beiden Bundestagsabgeordneten Daniela Kluckert (FDP) und Kirsten Lühmann (SPD) gemeinsam mit Professor Peter König (Institut für Fahrzeugtechnik, Universität Trier) und Dr. Christoph Wilk, Abteilungsleiter Verkehr im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, über die Rolle der EU in der Verkehrssicherheitspolitik.

In der Debatte wurden Fragen nach einer Angleichung der Sanktionensysteme und der Verkehrsüberwachung gestellt. Umstritten war vor allem, ob die Höhe der Bußgelder und die Kontrolldichte europaweit harmonisiert werden könnten und sollten. Lühmann bemängelte, dass die Spreizung zwischen den Mitgliedstaaten zu hoch sei. Ihr Plädoyer für „Bußgeld-Korridore“ für verkehrssicherheitsrelevante Verstöße war in der Diskussionsrunde umstritten. Solche Korridore gebe es bereits im Lkw-Bereich. Kluckert sorgte sich um die Balance, die es im Sanktionensystem in Deutschland gebe. Diese sei längst verloren gegangen, wurde entgegnet.

Auch die Fragen nach EU-weiten Tempolimits, nach einer Ausrüstungspflicht für Fahrerassistenzsysteme im Pkw-Bereich und welche gemeinsamen Regelungen beim automatisierten Fahren sinnvoll sein könnten, wurden kontrovers erörtert – ebenso, ob es europaweite Vorgaben zur Kontrolldichte geben sollte.

Dr. Wilk erinnerte an die Maßnahmen, die auf Länderebene und „ganz ohne Europa“ initiiert werden könnten. So habe das Land Niedersachsen ein eigenes Testfeld für automatisiertes Fahren ins Leben gerufen.

Professor König erinnerte an den gefährdungsorientierten Ansatz der Vision Zero, dessen konsequente Verfolgung die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr deutlich senken könnte. Ein europaweiter Best- Practice-Vergleich sei hierfür besonders hilfreich.

Das Fazit von DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf: „Verkehrssicherheit kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen – Kommunen, Länder, Nationalstaaten und die Europäische Union. Wir müssen uns daran gewöhnen, stärker ebenenübergreifend zu denken.“ Das müsse auch der Maßstab für ein neues Verkehrssicherheitsprogramm sein, das im Entwurf des Koalitionsvertrags der neuen Bundesregierung angekündigt werde. Das Begleitete Fahren ab 16, für das sich der DVR einsetzt, ginge nur mit der EU. Gleichzeitig warb auch er dafür, in die Nachbarländer zu blicken und sich von erfolgreichen Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit inspirieren zu lassen.

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DVR-Qualitätssiegel für „Ford – Vorfahrt für Deine Zukunft“
 

Junge Pkw- und Motorradfahrende gehören zur Hochrisikogruppe im Straßenverkehr. Wie kann es gelingen, sie von einer umsichtigen Fahrweise zu überzeugen? Eine Möglichkeit sind Fahrsicherheitstrainings. Ford ist für sein Angebot „Vorfahrt für Deine Zukunft“ mit dem DVR-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. „Der DVR hat das Training auf Herz und Nieren geprüft. Jungen Menschen hinterm Steuer können wir das Angebot nur empfehlen“, sagte DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner bei der Verleihung. Das DVR-Qualitätssiegel zeige an: Dieses Sicherheitstraining hat eine sehr hohe Qualität und ist seriös.

„Wir freuen uns sehr, dass der DVR uns mit diesem Zertifikat ausgezeichnet hat. Die Sicherheit junger Menschen im Straßenverkehr liegt uns sehr am Herzen, und die kontinuierliche Nachfrage nach unserem Sicherheitstraining ‚Vorfahrt für Deine Zukunft‘ unter anderem im Umgang mit den modernen Fahrerassistenzsystemen unserer Fahrzeuge bestätigt uns auf unserem Weg“, meinte Olaf Hansen, Leiter Kommunikation der Ford-Werke GmbH.

Das Training thematisiert das häufig übermütige Fahrverhalten junger Menschen. Außerdem geht es auch auf die Ablenkung durch Smartphones beim Fahren, den Zusammenhang von Geschwindigkeit und Brems-/Anhaltewegen, Fahrerassistenzsysteme und den toten Winkel von Lkw ein. Ford ist europaweit der einzige Automobilhersteller, der ein so zielgerichtetes Fahrtraining für junge Menschen anbietet.

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