Fahranfänger werden durch Mitfahrer beeinflusst
Philadelphia, 31. Januar 2012 – Junge Autofahrer können durch gleichaltrige Mitfahrer stärker vom Verkehrsgeschehen abgelenkt oder zu gefährlichem Verhalten bewegt werden als bisher angenommen. Wissenschaftler des Children’s Hospital of Philadelphia haben den Einfluss von jugendlichen Pkw-Insassen auf das Fahrverhalten untersucht. Künftig könnte damit etwa die zulässige Anzahl von Mitfahrern eingeschränkt werden.
Laut Studie zeigten Fahranfänger, die häufig mit mehreren Mitfahrern aus ihrer Altersgruppe unterwegs waren, ein riskanteres Verhalten im Straßenverkehr als andere Autofahrer. Eine Untersuchung zur Unfallstatistik ergab, dass junge Männer in Gesellschaft sechsmal häufiger riskante Fahrmanöver wagten als Fahrer ohne Begleitung. Die Wahrscheinlichkeit, aggressives Verhalten zu zeigen, lag bei Gruppenfahrten rund zweimal höher. Junge Frauen fuhren deutlich seltener offensiv, unabhängig von der Anzahl der Insassen. Generell empfahlen die Forscher den Fahranfängern, im ersten Führerscheinjahr möglichst wenige Mitfahrer mitzunehmen, um sich besser auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren zu können. Wichtig sei auch die Rolle der Eltern. Sie sollten auch nach dem Führerscheinerwerb ihrer Kinder als Ansprechpartner zur Stelle sein.
Quelle: Science Daily

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