Sicherheitspotenzialkarten für Bundesstraßen
Bergisch Gladbach, 18. Januar 2012 – Auf knapp 40.000 Streckenkilometern deutscher Bundesstraßen werden jährlich rund 41.000 schwere Verkehrsunfälle registriert. Um Unfallschwerpunkte künftig besser zu lokalisieren und zu entschärfen, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) innerhalb eines Forschungsprojektes das Modell der Sicherheitspotenzialkarten für Landstraßen untersucht.
Sicherheitspotenziale werden für Bundesautobahnen bereits nach den Empfehlungen für Sicherheitsanalysen von Straßennetzen (ESN) berechnet. Für die Untersuchung wurden Streckenabschnittsinformationen und Fahrleistungen sowie Unfallstatistiken der Länder abgerufen. Daraus wurden für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern jeweils Sicherheitsanalysen durchgeführt. In den anderen Bundesländern war die Menge der lokalisierten Unfalldaten nicht ausreichend.
Grundsätzlich ist eine automatisierte Anwendung der ESN auch für Bundesstraßen möglich. Die Experten der BASt empfehlen jedoch einen größeren und genaueren Datenbestand sowie eine Lokalisierungsquote von 90 bis 95 Prozent. Zudem bestehe Verbesserungsbedarf bei Fragen der Methodik.
Quelle: BASt

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